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Immobilienpreise

Immobilienpreise

Steigende Immobilienpreise betreffen jeden. Dabei ist es egal, ob man eine Wohnung kaufen möchte, oder nur zur Miete wohnt. Denn hohe Immobilienpreise werden vom Vermieter automatisch an den Mieter weitergegeben. Steigende Mieten sind dann die Folge. Während der letzten Jahre sind die Immobilienpreise in Deutschland stark gestiegen. Das Jahr 2014 stellte einen neuen Rekord auf. 2014 stiegen die Immobilienpreise so stark, wie zuletzt 2004. Die Preissteigerung im Jahr 2014 betrug im Schnitt 5 Prozent pro Immobilie. Die Erhöhung von Immobilienpreisen wird seit 2003 untersucht. Von 2003 bis 2015 haben sich die Preise insgesamt fünf Mal sehr stark erhöht. Heute sind die Preise um etwa ein Viertel höher, wie 2003. Die Inflationsrate wird dabei aber nicht berücksichtigt.

Immobilienpreise

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Eurokrisen verstärken den Effekt von steigenden Immobilienpreisen

In den letzten Jahren gab es viele europäische Krisen, die vor allem dazu führten, dass viele Menschen in Europa das Vertrauen in die europäische Währung verloren haben. Deshalb möchten auch viele Menschen in Deutschland nachhaltig ihr Geld anlegen, bevor eine neue europäische Krise den Euro entwertet und ihr Erspartes weg ist. Diese Angst treibt die Menschen zum Kauf von Woh- und Gewerbeimmobilien. Die starke Nachfrage ist deshalb auch ein wichtiger Grund für den starken Anstieg der Immobilienpreise. Dazu kommt noch die momentan niedrige Zinsrate bei Krediten. So werden Kredite für viel mehr Menschen erschwinglich. Nicht nur von Deutschen werden Immobilien in Deutschland gekauft, sondern auch von ausländischen Anlegern.

Immobilienpreise billig oder teuer?

Aufgrund der niedrigen Zinsen werden massenhaft Immobilienkredite vergeben. Denn sie gelten auch bei den Banken als sichere Kredite. Doch niedrige Zinsen heißen nicht automatisch billige Immobilienpreise. Wie genau ermittelt man, ob Immobilienpreise billig oder teuer sind? Um eine Aussage darüber zu treffen, wie teuer oder günstig eine Immobilie ist, setzt man die monatliche Miete in Relation zum bezahlten Kaufpreis. Diese Relation macht eine Aussage darüber, wie lange ein Käufer die Immobilie vermieten muss, um sie mithilfe der Miete abzubezahlen. Dabei gilt, wenn für das Verhältnis Miete-Kaufpreis ein Wert unter 20 Jahren ermittelt wird, dann ist die Immobilie günstig. Bei über 20 Jahren gilt die Immobilie als teuer. München ist als teure Stadt bekannt. Dort liegt auch das Verältnis Miete-Kaufpreis bei 25,3 während in Frankfurt das Verhältnis nur 18,3 beträgt. Neben dem Verhältnis Miete-Kaufpreis gibt es noch andere Möglichkeiten, um etwas über die Höhe der Immobilienpreise auszusagen. Der Marktforscher Bulwiengesa hat einen sog. „Erschwinglichkeitsindex“ entwickelt. Dieser Index berücksichtigt das örtliche Einkommen und setzt dieses ins Verhältnis zum Kaufpreis einer Wohnung mit einer Standardgröße von 80 Quadratmetern. Als Ergebnis erhält man dann die Anzahll der Jahresnettoeinkommen, die nötig sind, um diese 80-Quadratmeter-Wohnung abzubezahlen. Die Zahl veranschaulicht deutlich, wie lange ein Käufer für eine Wohung in einer bestimmten Gegend arbeiten muss, wenn er sein gesamtes Gehalt nur für das Bezahlen der Wohnung verwendet. Eine besondere Wohnungsnot entsteht in Gegenden, in denen die Immobilienpreise schneller steigen, als das Einkommen. In München zum Beispiel musste ein Käufer mit Durchschnittseinkommen zu Beginn des Jahrtausends noch neun Jahre für eine 80-Quadratmeter-Wohnung arbeiten. In den folgenden Jahren sind die Immobilienpreise viel stärker gestiegen, wie die Löhne. Deshalb muss der gleiche Käufer nun fast zwölf Jahre für die gleiche Wohnung arbeiten. In Magdeburg war jahrelang das Gegenteil der Fall. Die Löhne stiegen viel schneller, wie die Immobilienpreise. In den letzten drei Jahren sind zwar die Immobilienpreise doch stärker gestiegen, aber immer noch muss ein Käufer in Magdeburg für eine 80-Quadratmeter-Wohnung nur rund vier Jahre arbeiten.

Immobilienpreise in verschiedenen Bundesländern

Sachsen-Anhalt ist für Immobilienkäufer die günstigste Adresse in Deutschland. Im Schnitt kostet der Quadratmeter 1043 Euro (LBS-Studie). Oft ist es aber in Sachsen-Anhalt so, dass vorhandene Immobilien billiger sind, wie ein Haus neuzubauen, da so viele Wohnungen leer stehen. Bremen ist das zweitgünstigste Bundesland in Deutschland. Denn in Bremen herrscht ein sehr intensiver Wettbewerb im Immobilienbereich. Dieser Wettbewerb senkt die Immobilienpreise. Nach Sachsen-Anhalt und Bremen kommen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg. In diesen Bundesländern profitieren die Käufer von günstig geplanten Immobilien. Generell gilt, dass der Norden Deutschlands im Bereich der Immobilienpreise wesentlich günstiger ist, als der Süden. Dazu kommt noch, dass die neuen Bundesländer viel mehr günstige Immobilien zu bieten haben, da nach dem Mauerfall viele Deutsche in die alten Bundesländer gezogen sind. Diese Entwicklung ist bis heute noch spürbar und die einzelnen Wohnungen und Häuser sind immer noch wesentlich billiger, als in den alten Bundesländern. Berlin, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen liegen mit ihren Preisen für Immobilien im mittleren Preissegment. Höhere Preise haben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz ist der Wohnraum auch wegen der Rheinlandschaft und den Weinregionen etwas teurer. Zu den teuersten Gegenden in Deutschland gehören das Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. In Bayern ist der Süden noch einmal deutlich teurer, wie die nördlich gelegene Franken-Region.

Deutsche Städte im Preisvergleich

Unterschiedliche Immobilienpreise gibt es in Deutschland nicht nur für bestimmte Regionen, sondern auch schon für einzelne Städte. Einzelne Städte können sich, obwohl sie nicht weit voneinander entfernt sind, sehr stark in ihren Preisen für Wohnungen oder Häusern unterscheiden. Wenn man den Preis für ein neues Reihenhaus vergleicht, dann sind manche deutschen Großstädte deutlich teurer, wie andere. Betrachtet man den Preis für ein neues Reihenhaus in Deutschlands 20 größten Städten, so ist dieses Haus in Bielefeld, Bremen, Dortmund, Leipzig und Duisburg am günstigsten. Geringfügig teurer ist ein Reihenhaus in Berlin, Bochum, Dresden, Essen, Hannover, Wuppertal, Bonn und Köln. Zu den teureren Städten gehören Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Mannheim. Die teuersten Städte in Deutschland im Bereich Immobilienpreise sind München, Stuttgart und Nürnberg.

Prognose für die Zukunft

Auch in diesem Jahr sollen die Immobilienpreise noch einmal um vier Prozent steigen. Diese Entwicklung hängt eng mit der Zinsentwicklung zusammen. Sollten sich die Zinse für Immobilienkredite verschlechtern, so wird gleichzeitig die Immobilienpreissteigerung geringer ausfallen. Der Aufwärtstrend gilt in den nächsten Monaten aber vor allem für Top-Lagen. Die neu eingeführte Mietpreisbremse hat nur begrenzten Einfluss auf die Immobilienpreise. Denn die Mietpreisbremse kommt häufig nur im Süden Deutschlands zum Einsatz, macht aber teure Wohnungen nicht unattraktiver. Am besten werden sich in den nächsten Jahren die Immobilienpreise in Süddeutschland entwickeln. Wichtige Faktoren hierfür sind die gute Arbeitsplatzprognose und die starke Wirtschaftskraft von Süddeutschland. Diese Faktoren machen Wohnraum populär.

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